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Infos
Indien ist sicher nicht das einfachste Land für einen Auslandsaufenthalt aber mit großer Sicherheit ein sehr Intensives. Die Intensität dieses Landes ist überall zu finden und für uns, die wir doch mehr oder weniger an ein Mittelmaß gewöhnt sind, nicht ganz leicht zu verarbeiten.
Neueste Technologien und Reichtum neben Armut und Unterentwicklung, arrangierte Hochzeiten neben Jugendlichen die westliche Markenkleidung tragen, nicht mehr ohne einen Ipod auskommen und in der USA studieren, Straßen auf denen ein Mercedes neben einem Ochsenkarren fährt.
Die Intensität spricht alle Sinne an. Man fühlt sie, wenn die Sonne brennt und die hohe Luftfeuchtigkeit ermüdet. Man schmeckt sie, wenn man die vielfältigen und stark gewürzten Gerichte oder köstlichen tropischen Früchte probiert. Man hört sie, wenn die Rikschas und Autos im Straßenverkehr kräftig hupen, die Lautsprecher von Tempelanlagen mit religöser Musik die Umgebung lautstark "beschallen" oder die Moscheen schon früh am Morgen zum Gebet rufen. Wir sehen sie in den kräftigen Farben der Kleidung, in der Schönheit der Inderinnen, in der Armut auf der Straße und in den unzähligen Slums. Man riecht sie, die herrlichen Jasminketten, die sich vor allem südindische Frauen in die Haare binden, aber auch die unzähligen Müllhaufen an den Straßen.
Man liebt Indien oder man hasst es und manchmal auch beides zugleich. Es ist eine für uns fremde Welt, deren Rhythmus und Gesetze man erst einmal erlernen muss. In Indien zu leben und zu arbeiten erfordert vor allem Geduld, Flexibilität und eine große Offenheit und Neugierde für das Viele das so anders ist, als wir dies von zu Hause gewöhnt sind.
Armut Medien Stadtpläne
Dt. Botschaft & Dt. Konsulate in Indien Mitnahmeempfehlung Internet & Telefon
Gesundheit Netzspannung Transport
Essen & Trinken Ortszeit Verkehr
Kleidung Reiseführer, Buchtipps Versicherungen
Klima Religion Visum
Kulturelle Besonderheiten Sprache Währung & Geld
Armut
Trotz der hohen Wirtschaftswachstumsraten der letzten Jahre lebt der Großteil der indischen Bevölkerung immer noch in Armut. Diese Armut der man auf der Straße in Form von Bettlern oder beim Anblick von Slums begegnet ist für uns sehr schwer zu ertragen. Wir empfehlen Ihnen vor allem bettelnden Kindern lieber mit Nahrungsmitteln wie Keksen, Brot oder auch Früchten zu helfen und direkte Geldspenden zu vermeiden, denn oft sind auch die Bettler schon organisiert und die Kinder müssen ihre Almosen wieder abgeben. Das gleiche gilt für jüngere Mütter, die mit ihren Kleinkindern versuchen Ihr Mitleid zu erwecken. Geben Sie auch Ihnen etwas, was nicht verkäuflich ist und sofort verzehrt werden kann.
Deutsche Botschaft & Deutsche Konsulate in Indien
Deutsche Botschaft Neu Delhi, No. 6/50G, Shanti Path, Chanakyapuri, New Delhi 110021,Tel: (0091-11) 2687 18 31 - 37, Fax: (0091-11) 2687 31 17 E-Mail: info@new-delhi.diplo.de Kontakt in Notfällen: Tel: 98100-04950
Die Adressen der deutschen Generalkonsulate in Chennai, Mumbai und Kolkata finden Sie auf der Website der Deutschen Botschaft.
Gesundheit
Gesundheitsvorbereitung vor der Abreise
Rechtzeitig vor der Abreise sollte man unbedingt einen Tropenarzt bzw. einen Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrungen aufsuchen. Er kann Sie über den für Sie erforderlichen Impfschutz sowie über die nötige Prophylaxe informieren und hilft Ihnen auch, sich eine kleine Reiseapotheke für Ihren Aufenthalt in Indien zusammenzustellen. Da manche Impfungen kombiniert werden können oder auch gleichzeitig erfolgen und bei anderen teilweise bestimmte Zeitabstände einzuhalten sind, sollte dies spätestens 4- 5 Wochen vor der Abreise erfolgen.
Für eine Vorabinformation helfen u.a. die Gesundheitsinformationen des Auswärtigen Amtes (link: www.auswaertiges-amt.de) sowie der Tropeninstitute u.a. das Tropeninstitut in München (link: www.fit-for-travel.de) oder das Tropeninstitut in Hamburg (link: www.gesundes-reisen.de).

Gesundheit vor Ort
Das Gesundbleiben vor Ort ist vor allem mit einer sorgfältigen Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygiene sowie einer gewissen Vorsicht bei der Einnahme von Speisen und Getränken verbunden. Näheres dazu finden Sie in dem Kapitel Essen. Ausserdem sollte man sich in den von Malaria gefährdeten Regionen und Jahreszeiten insbesondere nachts durch ein Moskitonetz schützen. Achten Sie bitte auch darauf, dass Sie immer genügend Mineralwasser zu sich nehmen. Sollten Sie vor Ort gesundheitliche Probleme haben, so wenden Sie sich bitte direkt an unseren Partner vor Ort der Ihnen einen Arzt empfehlen wird.

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Essen & Trinken
Essen
Die indische Küche ist äußerst vielseitig und im Grunde hat jedes Bundesland seine eigene Küche und seine eigenen Spezialitäten. Zur Vereinfachung soll hier zusammengefasst nur die nordindische und südindische Küche betrachtet werden.
Während man in Nordindien eher fetthaltig und vergleichsweise weniger scharf gewürzt kocht, ist die südindische Küche leichter, oft vegetarisch und schärfer.
Spezialitäten der nordindischen Küche sind beispielsweise Tandoori- und Tikka Gerichte, bei denen Gemüse und Fleisch in einer Joghurt-Gewürzmarinade in einem speziellen Backofen (Tandoor) gebacken werden sowie Beilagen, die mit Paneer (indischer, meist hausgemachter, neutral schmeckender Käse) angereichert sind, wie z.B. Palak Paneer (Spinat mit Paneerstückchen) oder Paneer Mutter (Erbsen mit Paneerstückchenen in einer Gemüsesoße). Da im Norden viel Weizen angebaut wird, ist Brot hier die wichtigste Beilage. Zu den indischen Brotsorten (flache Fladenbrote) gehören u.a. Roti, Chapati, Naan (aus Hefeteig) oder auch Puri (in Öl fritiert).
Senfsamen, Kariblätter, Asafötida (Teufelsdreck), Tamarinde und natürlich das weiße Fleisch der Kokosnuss sind die Grundingredienzen der südindischen Küche. Reis ist die wichtigste Beilage in Südindien und unabdingbar, sowohl mittags als auch abends. Man findet hier die verschiedenartigsten Reisgerichte wie z.B. Joghurtreis, Tomatenreis, Tamarindreis oder Zitronenreis). Neben leckeren Gemüsegerichten findet man, vor allem in Kerala, köstliche Fischgerichte.
Südindische Restaurants bieten sehr oft die sogenannten " Thalis" an. Thali bedeutet Teller und besteht aus einer Platte mit verschiedenen Schälchen (katoris) die mit verschiedenen Beilagen gefüllt sind. Zu den Beilagen gehören verschiedene Gemüsegerichte, die pflanzliche Sambar-Suppe, wässrige Rasam (bestimmte Gewürzmischung)-Suppen, kühlendes Joghurt, pikante Pickles, saftige Chutneys (Veg Thali) und manchmal auch Fleischgerichte (Non Veg Thali). Dazu gibt es Chapatis oder Puris, Papad und natürlich Reis! Zu den Spezialitäten der südindischen Küche gehören daneben auch Idlis (runde gedämpfte Reiskuchen) die mit Sambar-Suppe (Gemüsesuppe) und Kokosnusschutney bzw. Korianderchutney serviert werden sowie die verschiedenen Variationen der Dosas (einer Art Crepe, das aus Reismehl und einer gemahlenen Linsenart besteht). Dazu gehören u.a. Masala Dosa (gefüllt mit einer Kartoffelmischung) oder auch Onion Dosa.

Getränke
Wasser
Das Hauptgetränk der Inder, das Wasser, sollte nur abgekocht oder gut gefiltert getrunken werden. Das Leitungswasser hat in Indien keine Trinkwasserqualität. Bei dem Kauf von Mineralwasser sollte man darauf achten, dass die Flaschen noch versiegelt sind, da sie manchmal von den Händlern wiedergefüllt und verkauft werden. Zu empfehlen sind anerkannte und bekannte Marken wie z.B. "Bisleri" oder "Aquafina".
Kaffee & Tee
Das Teetrinken ist in ganz Indien verbreitet. Der Chai (Tee auf Hindi) wird traditionellerweise mit Milch und Zucker zubereitet. Weit verbreitet ist auch der Masala Chai, der zusätzlich noch mit verschiedenen Gewürzen wie Ingwer und Kardomon angereichert wird und den man unbedingt probieren sollte. Die sogenannte Chai Masala kann man auch als fertige Gewürzmischung kaufen. In Südindien befinden sich auch einige Kaffeeanbaugebiete und deshalb hat dieser hier eine besondere Tradition. Er wird nach einem speziellen Rezept ebenfalls mit Milch und Zucker zubereitet und ist sehr schmackhaft.
Softdrinks & Anderes
Neben den internationalen Marken wie Pepsi und Coca-Cola gibt es auch einige lokale Marken wie z.B. Thums Up (Colagetränk gehört inzwischen zu Coke) und Limca (Zitronenlimonade). Besonders erfrischend ist auch ein "Fresh lime soda" - Sodawasser aus der Flasche mit frischem Limonensaft, welches je nach Wunsch gezuckert oder gesalzen serviert wird. Die frisch gepressten Fruchtsäfte - aus z.B. Papayas, Melonen, Guaven, Mangos, Zitrusfrüchten - sind auch lecker, man sollte sie jedoch nur in besseren Restaurants versuchen. Oft wird an den Straßen auch das gesunde und schmackhafte Wasser der grünen Kokosnüsse angeboten. Dieser wird mit einem Strohhalm direkt aus der Frucht getrunken und ist besonders an heißen Tagen wegen seines kühlenden Effektes zu empfehlen. Ebenfalls kühlend wirkt das köstlich schmeckende gezuckerte oder gesalzene Buttermilchgetränk "Lassi".
Alkohol
Der Alkoholkonsum ist mit Ausnahme weniger Bundesstaaten erlaubt und wird in Bars und Restaurants mit Alkohollizenz oder "Permit" serviert. Erhältlich sind Bier, Wein und Harddrinks, in der Regel Rum, Whiskey, Brandy nur in speziellen Geschäften. Einheimische Weine soll man lieber nicht mit den europäischen vergleichen. Beim Bier sind bekannte Sorten oder importierte Produkte ("Forsters") zu bevorzugen, da die Hygiene bei der Herstellung regionaler Biere oft zweifelhaft ist. Ein zu empfehlendes lokales Bier ist die Marke "Kingfisher". In Indien trinkt man Alkohol normalerweise vor dem Abendessen. Zum Essen wird meistens nur Wasser getrunken. Generell solte man aus Sicherheitsgründen, mit Ausnahme von den Hotels der Luxusklasse lieber auf Eiswürfel in den Getränken verzichten.

Früchte
Groß ist die Auswahl an Früchten, die auf Märkten und an den Straßen erhältlich sind. Einige Sorten werden nur saisonal oder regional angeboten. Andere wie z.B. Bananen und Äpfel bekommt man immer und überall. Idealerweise sollte man nur frisches Obst verzehren, wenn es sich schälen lässt. Berühmt sind Indiens Mangos, wie z.B. die Alfonso Mangos in Bombay und an der Konkan Küste; sie sind allerdings nur während der Saison (März-Juni) wirklich schmackhaft. Papayas, Ananas, Melonen, Orangen und Granatapfel sind vielerorts erhältlich und ebenfalls viel schmackhafter als bei uns. Probieren sollte man auch Sitafal, eine runde, grüne Frucht mit gewellter Oberfläche, Chiku, eine kleine, runde Frucht mit brauner Schale sowie das Fleisch der riesigen Jackfruit.

Desserts & Süssigkeiten
Leckermäuler werden in Indien eine große Auswahl an Süßigkeiten finden. Man muss aber Zucker lieben und vertragen können, denn in der Regel sind indische Süßigkeiten für unseren Geschmack sehr süß. Probieren sollte man sie aber auf jeden Fall. So z.B.:

Barfi
Dessert auf Milchbasis mit Kardamom und anderen Gewürzen sowie Nüssen, sind manchmal mit dünner Silberfolie überzogen, die auch essbar ist
Gulab Jamun
in Öl gebackene und in Sirup getauchte Bällchen auf Milchbasis; extrem süß.
Halva
Milch mit Gewürzen und Zucker (so lange gekocht bis sie fest wird.) Halva gibt es mit verschiedenen Zutaten. Am berühmtesten ist der Gajar Halva aus gekochten Karotten
Jalebi
orangefarbene Süßigkeit aus Sirup, in Öl gebraten und sehr süß
Kulfi
indisches Eis mit Kardamom- oder Pistaziengeschmack.
Rasgulla
Dessert auf Käsebasis mit Rosenwasser durchsetzt und in Sirup getaucht.
Wie wird gegessen
Einen Kulturschock erleben Europäer, wenn sie das erste Mal ein Restaurant betreten oder bei einer traditionellen indischen Familie zum Essen eingeladen sind und sehen, dass in Indien traditionell mit der Hand gegessen wird. Es gibt in Indien ein Sprichwort, das lautet : "Die Seele der Speise kann sich mit Löffel und Gabel nicht entfalten." Wer zum ersten Mal mit den Fingern isst, merkt, dass es gar nicht so leicht ist, die Speisen in den Mund zu bekommen, ohne sich zu bekleckern. Es ist eigentlich recht einfach, man bildet mit den Fingern der rechten Hand (die linke Hand gilt als unrein, da in Indien traditionell kein Toilettenpapier benutzt wird - seinen Zweck erfüllt ein Gefäss mit Wasser und die linke Hand) eine Rinne, in der man die Mahlzeit mit dem Daumen in den Mund schiebt. Vor und nach dem Essen säubert man die Hände in einem Waschbecken. In vielen Restaurants bekommt man nach dem Essen extra dafür ein Schälchen mit warmen Wasser und einer Scheibe Zitrone darin. In fast jedem Restaurant wird selbstverständlich Besteck zur Verfügung gestellt. In einer traditionellen indischen Familie servieren die Frauen zuerst den Gästen, den Männern und den Kindern und essen erst dann selber.

"Paan" oder Betelnuss
Der Paan ist die abschließende Krönung einer indischen Mahlzeit. Grüne Betelblätter werden dafür u.a. mit zerhackter Arekanuss und Gewürzen gefüllt. Deren Einnahme soll eine verdauungsfördernde und stimulierende Wirkung haben. Jeder Paanwallah hat seine eigenen geheimen Rezepte. So gibt es u.a. scharfe und süße Mischungen, Mischungen mit Tabak und mit Blütenblättern. Bei den zahlreichen kleinen Betelnussständen, die fast an jeder Straßenecke zu finden sind, kann man oft auch Zigaretten und Beedis - dünne, gerollte, indische Zigaretten kaufen.

Zu beachten
Landesweit besteht ein erhöhtes Risiko für Darminfektionen. Man sollte deshalb vom Verzehr und Kauf von Lebensmitteln aus billigen Straßenrestaurants, auf Bahnhöfen und von Märkten absehen. Ausserdem sollte man auf eine sorgfältige Nahrungsmittel- und Trinkwasser-Hygiene achten. Am besten richtet man sich nach der folgenden Essensregel: "Peel it, boil it or forget it!".

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Kleidung

Männer

Als Arbeitskleidung im Büro empfiehlt sich ein langärmliges, formales Hemd und Krawatte. Auch die Hose sollte formal und nicht zu sportlich sein. Das heisst geeignet sind u.a. Khakis und Chinos. Für besondere Anlässe empfiehlt es sich, ein dunkles Sommerjackett mitzubringen. Einen Dreiteiler o.ä. benötigt man wegen der klimatischen Verhältnisse eigentlich nicht. Kurze Hosen sind für Inder regelmäßig kulturell inakzeptabel und dies auch im Freizeitbereich. Hierbei bilden die westlicher orientierten Metropolen (u.a. Bombay, Madras, Bangalore und Delhi) sowie westlich orientierte, gehobene Kreise eine Ausnahme.
Frauen
Auch für Frauen empfiehlt sich eine formale Bekleidung im Büro. Grundsätzlich gilt es hierbei, möglichst wenig von den eigenen Reizen zu zeigen. Eng anliegende und durchsichtige Kleidung sollte man deshalb genauso vermeiden, wie tief ausgeschnittene und ärmellose Oberteile sowie zu kurze und hochgeschlitzte Röcke oder Kleider. Dies empfiehlt sich auch im Alltag oder auf Reisen.

Material
Aufgrund der klimatischen Bedingungen eignen sich besonders leichte Materialien wie Baumwolle und Leinen evtl. auch noch Seide.

Wärmere Kleidung
Die meisten Büros, besseren Restaurants, modernen Einkaufszentren und Hotels sind klimatisiert. Dies gilt auch für bestimmte Transportmittel wie Flugzeuge, bestimmte Zug- und Buskategorien sowie Autos. Da es dabei schon mal unangenehm kühl werden kann, empfiehlt es sich, auch etwas wärmere Kleidung einzupacken. Auch den Schirm sollte man nicht vergessen und für Aufenthalte während der Monsoonzeit eventuell auch an eine Regenjacke denken.

Weitere Besonderheiten
Zu hochwertige Kleidung sollte man lieber zu Hause lassen, da die indischen Reinigungsverfahren sehr intensiv sind und sichtbare Spuren hinterlassen könnten. Dies gilt für das Waschen von Hand (Wäsche wird in kalter Seifenlauge eingeweicht, gebürstet oder geschlagen, gespühlt und in der Sonne getrocknet), die chemische Reinigung sowie auch für das oft zu heisse Bügeln (mit glühender Holzkohle gefüllten Bügeleisen).
Da die Anschaffungskosten für Bekleidung im Allgemeinen wesentlich günstiger als in Deutschland sind, kann man sich auch vor Ort leicht mit weiteren Kleidungsstücken versorgen. Dies hat auch den Vorteil, dass diese den landesspezifischen Bsonderheiten besser entsprechen, als die Kleidung von zu Hause.

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Klima

Durch die besondere Lage Indiens findet man hier sehr unterschiedliche Klimaverhältnisse. So trifft man u.a. auf gemäßigtes Klima in den Gebiergsregionen und tropisches Klima, welches in den übrigen Landesteilen vorherrscht. Grundsätzlich kennen die tropischen Regionen - auf Grund des stets hohen Sonnenstandes - keine Jahreszeiten, allerdings wird an vielen Orten zwischen Regen- und Trockenzeiten unterschieden. Für uns ungewohnt sind auch die damit verbundenen kürzeren Tage. So muss man sich darauf einstellen, dass es das ganze Jahr über bereits zwischen 18.00 und 19.00 Uhr dunkel wird.
Die Klimaschwankungen in Indien werden durch das Windphänomen des Monsun verursacht, das Auswirkungen auf die Temperatur und die Niederschlagsverteilung im Jahr hat. Der Monsun wird durch seine Windrichtung in zwei Winde unterschieden: den Süd-West-Monsun und den Nord-Ost-Monsun.
Der von Juni bis September andauernde Süd- West- Monsun macht weite Teile des Landes zur schwülen Waschküche und ist mit hohen Niederschlagsmengen verbunden. Die Monate April und Mai sind besonders heiß und man muss mit Temperaturen bis 45 Grad rechnen. Als ideale Reisezeit gilt deshalb die Wintermonate von November bis März.
Die Regenzeit setzt zuerst im Süden, dann im Norden ein und verschwindet umgekehrt, so daß sie im Norden wesentlich kürzer ist als im Süden. Der Süd-West-Monsun beinhaltet 80 bis 90 % der jährlichen Niederschlagsmenge in ganz Indien, abgesehen vom Südosten. In Kashmir gibt es keinen Monsun.
Die Zeit des Nord-Ost-Monsuns schließt sich an die des Süd-West-Monsuns an. Sie dauert ungefähr von Ende November, Anfang Dezember bis Mitte Februar und kann in Indien nur dem Südosten Niederschlag bringen, da der trockene Luftstrom seinen Ursprung in der innerasiatischen Landmasse hat und erst über dem Golf von Bengalen Feuchtigkeit aufnehmen kann. Während dieser Zeit werden allgemein die tiefsten Temperaturen gemessen: Im Süden 20 bis 25, im Ganges-Tal 15 und im Punjab und Nordwesten um 10 Grad. Hier kann in seltenen Fällen sogar Nachtfrost auftreten.
Genauere Angaben finden Sie unter den entsprechenden Links bzw. in unseren Angaben zu den einzelnen Zielregionen.
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Kulturelle Besonderheiten

Begrüßung
Zur Begrüßung werden die Hände vor der Brust gefaltet, Händeschütteln ist eher unüblich und nicht immer angebracht.
Gebrauch der Hände
Die linke Hand wird als unrein angesehen, da sie vielfach das Toilettenpapier ersetzt. Man sollte deshalb darauf achten, nur mit der rechten Hand zu essen und die linke Hand nur zum Trinken und zum Verteilen der Speisen zu benutzen.
Handeln
Grundsätzlich ist das "Handeln" in Indien immer noch stark verbreitet. Insbesondere beim Einkaufen auf Märkten aber auch bei diversen Serviceleistungen wie z.B. beim Friseur oder bei der Fahrt mit der Rikscha oder dem Taxi. Als Ausländer empfiehlt es sich, sich immer bereits vor der Inanspruchnahme einer Leistung nach dem Preis zu erkundigen und diesen dann zu verhandeln. Die meisten Inder sind in der Annahme, dass insbesondere westliche Ausländer grundsätzlich über viel Geld verfügen und versuchen daher ihr Glück mit überhöhten Preisen.
Man sollte beim Handeln den Preis so ansetzen, dass er etwas über dem Preis liegt, den man bezahlen möchte, so dass noch genügend Verhandlungsspielraum besteht.
Nein Sagen
Das "Nein Sagen" fällt den meisten Indern sehr schwer. Erkundigt man sich zum Beispiel nach dem Weg, wird man mit großer Wahrscheinlichkeit irgendeine Richtungsempfehlung bekommen, denn auch wenn sich die befragte Person diesbezüglich nicht auskennt, wird sie dies nicht zugeben. Man sollte sich deshalb absichern und mehrere Personen befragen.
Nudität
Streng verboten ist nacktes Baden. "Oben-ohne" wird verachtet und nicht gern gesehen. Insbesondere die weiblichen Interns sollten darauf achten, so wenig wie möglich Freizügigkeit an den Tag zu legen. Man zollt damit nicht nur kulturellen Respekt sondern fühlt sich in dieser Umgebung auch selbst viel wohler.
Toilette
In Indien unterscheidet man die indische und die westliche Toilette. Unter einer westlichen Toilette versteht man die uns bekannte Form. Toilettenpapier findet man dort aus den bereits beschriebenen Gründen nicht überall. Bei einer typisch indischen Toilette handelt es sich um das sogenannte Stehklo. Als ein Stehklo wird eine Toilette bezeichnet, bei der der Benutzer zur Verrichtung seines Geschäfts hocken muss. Der Benutzer stellt sich mit den Füßen auf die dafür vorgesehenen Fußstützen und blickt in Richtung des Eingangs der Toilette. Das Niederlassen zur Toilette in aller Öffentlichkeit ist üblich, für Frauen jedoch erst nach Sonnenuntergang.
Umgang mit dem anderen Geschlecht
Viele männliche Inder unterliegen der Annahme, dass westliche Frauen gern zu intimeren Begegnungen bereit sind und versuchen ihr Glück vor allem bei Frauen, die allein unterwegs sind. Es empiehlt sich deshalb indischen Männern nicht direkt in die Augen zu schauen, da dies bereits als Aufforderung gewertet werden könnte. Ausserdem sollte man männlichen Bekanntschaften mit Vorsicht entgegentreten. Wird man angesprochen ist es auch durchaus hilfreich, auf einen fiktiven Ehepartner zu Hause hinzuweisen, um die Fronten von vornherein zu klären.
Das Austauschen von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit ist noch immer nicht üblich und sollte nach Möglichkeit unterlassen werden.
Beim Arbeiten
Die Arbeitsatmosphäre in den meisten Unternehmen ist entspannter als in Deutschland. Man sollte sich auf einen veränderten Umgang mit dem Begriff Zeit einstellen. "Please wait for some time" kann schon manchmal sehr lange dauern und oft möchte man wissen, wie lange denn eigentlich "some time" nun ist.
Das Meetings und Veranstaltungen meist später beginnen als angesetzt, das die Arbeit erst erledigt wird, wenn der Abgabetermin längst verstrichen ist sollte man als kulturelle Besonderheit hinnehmen.
Hierarchien spielen in Indien eine wichtige Rolle. Angestellte blicken zu ihren Vorgesetzten auf und befolgen deren Anordnungen, ohne sie in Frage zu stellen. Inder fragen normalerweise nicht nach, wenn sie ein Problem mit einem Projekt haben und versuchen es irgendwie selber zu lösen. Nachfragen wird nicht als Weg angesehen, sich selber zu verbessern und zu lernen.
Beim Besuch von indischen Familien, Tempeln und Moscheen
Beim Besuch von Tempeln und Moscheen muss man sich vor dem Betreten dieser Gotteshäuser der Schuhe entledigen. Oft gibt es am Eingang dieser Gotteshäuser dafür vorgesehene, kleine Stände, an denen man seine Schuhe abgeben kann. Besucht man eine indische Familie in ihrer Wohnung oder ihrem Haus, so sollte man sich auch dort vor dem Eintritt seiner Schuhe entledigen.
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Medien

Zeitungen und Zeitschriften
Man findet in Indien zahlreiche englisch sprachige Zeitungen und Zeitschriften. Zu den wichtigsten und bekanntesten gehören u.a.:
Fernsehen
Auch in Indien spielt das Fernsehen im alltäglichen Leben eine grosse Rolle und ist mit Sicherheit eine der ersten Anschaffungen, die ein indischer Haushalt in Erwägung zieht, wenn er die finanziellen Möglichkeiten dazu hat. Die Anzahl der vorhandenen Kanäle ist deshalb gross und wächst weiterhin. Zur Auswahl stehen sowohl englisch sprachige als auch Kanäle in den unterschiedlichsten Landessprachen. Hier eine kleine Auswahl:
Neueste Nachrichten aus aller Welt:BBC World, CNN
 Unterhaltung:Discovery Channel, Animal Planet, Star Movies
 Musik:MTV
 Sport:Star Sports, ESPN
Reportagen über Indien sowie indische Filme findet man ab und zu auch im deutschen Fernsehen. Schauen Sie doch mal im Internet zu den diesbezüglichen Vorankündigungen.
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Mitnahmeempfehlungen

Wir empfehlen Ihnen folgendes:
  • eine Rolle Toilettenpapier (für die ersten Tage, bis man sich selber versorgen kann)
  • Kosmetikprodukte auf die man nicht verzichten möchte
  • Sonnenschutzmittel
  • Sonnenbrille
  • Insektenschutz
  • 1x Bettwäsche aus Baumwolle (Kopfkissen, Bettlaken und Bettbezug) für Ihre Unterkunft
  • 1x extra Baumwoll -Bettbezug eignet sich gut für eventuelle Reisen in Zügen
  • Mittel gegen Durchfallerkrankungen (z.B. Immodium) auch wenn Sie keinen Wert auf eine Reiseapotheke legen, das sollten Sie auf jeden Fall dabei haben.
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Netzspannung

Zumeist findet man 220 Volt Wechselstrom, 50 Hz; in einigen Gegenden kann auch mal Gleichstrom vorkommen. Meist findet man englische Rundstecker, ab und an jedoch auch andere Steckdosen. Die Mitnahme von Adaptern ist zu empfehlen.
Außerhalb von Mumbai muss man immer noch mit starken Spannungsschwankungen rechnen und in den Sommermonaten kann es schon mal zu kürzeren Stromausfällen kommen.
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Ortszeit

MEZ +4,5 Std. (UTC / Sommerzeit +3,5 Std.)
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Reiseführer, Buchtipps

Reiseführer
  • Lonely Planet
  • Footprint India (Englisch) "get off the beaten track"
  • Rough Guide
Buchtipps
  • "Der Gott der kleinen Dinge" von Arundhati Roy
  • "The suitable boy" von Vikram Seth
  • "Notbremse nicht zu früh ziehen - Von Bettlern und Businessmen, Heiligen und Huren" von Andreas Altmann
  • "Kulturschock Indien" von Rainer Krack
  • "Mein Indien" von Alexandra David-Neel
  • "Heilige Kühe und Computerchips, Indische Gegensätze" von Stefan Klein
  • "Mitternachtskinder" von Salman Rushdie
Filme
  • Salam Bombay
  • Feuer
  • Monsoon Wedding
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Religion

Die Religionen verteilen sich wie folgt: 81% Hindus, 13% Moslems, 1% Buddhisten, 2% Sikhs, 0,5% Jainas und 2,5% andere: Christen unterschiedlicher Konfessionen und Parsen.
Ungefähr 25 Prozent der indischen Bevölkerung werden zu den sog. Unberührbaren (aus dem indischen Kastensystem Ausgeschlossene) gerechnet, 7-8 Prozent zählen zu den Naturvölkern Indiens (Adivasi).
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Sprache

In Indien werden insgesamt 415 Sprachen und Idiome gesprochen. Neben den beiden überregionalen Amtssprachen Hindi und Englisch sind 22 Sprachen als Nationalsprachen anerkannt. Dazu gehören: Assami, Bengali, Gujarati, Hindi, Kannada, Kashmiri, Konkani, Malayalam, Marathi, Tamil, Nepali, Oriya, Punjabi, Sanskrit, Sindhi, Tamil, Telugu und Urdu. Mit seinen 22 Sprachen ist Indien das Land mit den meisten Amtssprachen weltweit. Englisch ist Verwaltungs-, Unterrichts- und Wirtschaftssprache. Es gilt noch immer als Prestige-Sprache und wird nur von einer privilegierten Minderheit der Bevölkerung fließend gesprochen.
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Stadtpläne, Karten

Karten aller Art wie z.B. Stadtpläne, Strassenpläne, Eisenbahn und S-Bahn Karten findet man im Internet unter: www.mapsofindia.com.
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Telefon & Internet

Telefon
Die Landesvorwahl ist 0091. Die Vorwahl von Indien nach Deutschland ist 0049.
Ins Ausland telefonieren kann man am besten von den privaten Service-Stationen (ISD/STD). Bei der Aufschrift ISD kann eine internationale Verbindung hergestellt werden und man kann auch die Kosten während des Gesprächs selbst einsehen. Noch günstiger telefonieren kann man in solchen Internetcafes, die auch gleichzeitig das Telefonieren über das Internet anbieten. Mit etwas Glück kann man dort eine relativ klare Verbindung für ca. 3 Cent pro Minute erhalten. Diese findet man leider nur in den Grossstädten wie z.B. in Chennai.
NOTRUFNUMMERN: Polizei 100, Rettungsdienst 102, Feuerwehr 101.
Handy
Das Telefonieren mit dem Handy innerhalb Indiens mit einem indischen Anbieter ist sehr günstig. Inzwischen gibt es in Indien ca. 57 Millionen Handy Besitzer und diese Zahl steigt stetig. Teilweise besitzen selbst Rikschafahrer und Slumbewohner, dieses von den Indern heiss geliebte Spielzeug.
Internet
Internetcafés gibt es in grosser Zahl in den Großstädten. Mittlerweile kann man auch in kleineren Städten und auch auf dem Land diesbezüglich fündig werden. Die Tarife variieren je nach Ausstattung.
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Transport

Die Eisenbahn (Indian Railways)
Allgemein
Eines der besten Transportmittel für grössere Entfernungen ist die Eisenbahn (Indian Railways). Geeignet sind sowohl die erste als auch die zweite Klasse. Die dritte Klasse sollte man vermeiden oder nur für kurze Strecken in Anspruch nehmen. Wählen kann man dann noch zwischen klimatisierten und nicht klimatisierten Abteilen. Der Vorteil aber auch der Nachteil von klimatisierten Wagen ist, dass man von all dem was draussen passiert ziemlich abgeschottet ist. Vorteilhaft ist, das man seine Ruhe hat und einem die oft starke Geräuschkullise sowie die recht unterschiedlichen Gerüche erspart bleiben. Weniger vorteilhaft ist, dass es in den klimatisierten Wagen unter Umständen richtig kühl werden kann und man durch die geschlossenen und oft nicht ganz sauberen Fenster die Aussenwelt nicht so intensiv erleben kann, wie einem das bei offenem Fenster möglich wäre. Deshalb empfehlen wir für lange Strecken entweder die Variante 1. Klasse/ Sleeper oder aber 2.Klasse/ Sleeper/ AC.
Fahrkartenkauf
Inder müssen Ihre Reisen mit der Bahn lange im voraus planen, denn gewöhnlich sind die Züge im voraus ausgebucht. In diesem Fall gibt es eine Warteliste und die Hoffnung, dass man auf dieser Warteliste ziemlich schnell nach vorn rutscht und bis zur Abfahrt des Zuges doch noch die Bestätigung für die Fahrkarte erhält.
Inzwischen kann man die Zugtickets online (www.indianrail.gov.in) kaufen und die Verfügbarkeit der Plätze sowie die Entwicklung der eventuellen Wartelisten überprüfen. Für diesen Online- Kauf benötigt man allerdings eine Kreditkarte. Die erstandenen Tickets werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden an die angegebene Adresse in Indien ausgeliefert.
Damit es ausländische Touristen beim Kauf der Fahrkarten etwas einfacher haben, gibt es eine "Tourist-Quota", die es ermöglicht, innerhalb von ein bis zwei Tagen, gegen die Vorlage des Reisepasses ein Ticket zu bekommen. In grösseren Städten gibt es meist einen eigens dafür vorgesehenen Schalter. Dort muss man dann ein Formular ausfüllen, welches neben den genauen Zugangaben, sowie der Zugklasse auch die eigenen persönlichen Informationen enthält. Zu bezahlen ist das Ticket entweder in INR, allerdings nur gegen Vorlage eines Tauschbelegs bzw. einer ATM - Quittung oder aber in US Dollar. Für den Fall, dass es keine "Tourist -Quota" mehr für Ihre Zugverbindung geben sollte, können Sie versuchen, ein "tatkal ticket" (Last Minute Ticket, 1-2 Tage vor Abfahrt) zu erwerben.
Eine weitere Möglichkeit eine Fahrkarte relativ stressfrei zu erwerben, sind Reisebüros, die sich auch auf den Verkauf von Eisenbahntickets spezialisiert haben. Unser Partner wird Ihnen mit einer Empfehlung weiterhelfen.

Sowohl vom Zugpersonal (Speisewagen, Essen wird hier gekocht und dann verteilt) als auch von unzähligen fliegenden Händlern kann man während der Zugfahrt Essen und Getränke kaufen. Aus Sicherheitsgründen sollte man sich lieber rechtzeitig selber versorgen oder aber nur abgepackte Nahrungsmittel direkt im Zug kaufen. Den Kaffee und auch den Tee (beides oft recht süss) kann man unbesorgt trinken.

Busse
Öffentliche Busse (STC/STCT)
Es gibt ein eng verzweigtes öffentliches Busnetz, das von jedem indischen Staat bereitgestellt wird und dessen Busse meist recht "basic" aber billig sind, d. h. es sind meist alte Busse mit schlechten Sitzen und einem harten Fahrwerk, bei dem man jedes Straßenloch zu spüren scheint. Für kürzere Strecken ist dies noch einigermassen tolerierbar und eine kostengünstigere Variante zu einem Taxi oder einer Rikscha. Am besten versucht man, der oben erwähnten Gründe wegen, einen Platz ganz vorn zu bekommen, denn hinten treffen einem die Schlaglöcher mit doppelter Härte. Ausnahmen findet man u.a. in den Bundesländern Gujarat und auch Kerala.
Buchen kann man diese Busse in den Busbahnhöfen.
Private Busse
Sie sind die beste Wahl für eine mittlere Entfernung, oder wenn es keine Zugverbindung gibt. Das private Busnetz ist mittlerweile so gut ausgebaut, daß man fast für alle Ziele in mittlerer Distanz einen privaten Bus finden kann. Diese, relativ gut ausgestatteten Busse fahren meist über Nacht, und halten an relativ guten Rastplätzen. Die Kosten sind höher als für einen öffentlichen Bus.
Buchen kann man diese Busse u.a. in Hotels und Reisebüros. Die meisten Buchungsschalter findet man in der Nähe von den öffentlichen Busbahnhöfen oder auch Bahnhöfen. Meist kann man eine Reservierung für den folgenden Tag erhalten. Die Abfahrtsorte für die privaten Busse sind oft verstreut und manchmal nicht ganz leicht zu finden.

Flüge
Es gibt in Indien mehre Fluglinien und inzwischen auch eine Billigfluglinie die innerindische Flüge anbieten. Zu den indischen Fluggesellschaften gehören:

Ausserdem ist es möglich und relativ günstig, vor allem bei Nachtflügen, zu internationalen Flügen der Air India für innerindische Streckenabschnitte zu zusteigen.

Taxi
Taxis findet man vor allem in mittleren und grösseren Städten. Sie eignen sich aufgrund ihres noch relativ günstigen Preises für kürzere und mittlere Entfernungen. Man kann sich auch ein Taxi für den ganzen Tag mieten oder es als Alternative zum Bus wählen. Wie überall auf der Welt, erwarten die Taxifahrer, von Fremden mehr Geld zu verdienen. Falls der Taxifahrer seinen Taxameter nicht anstellen will, muß man verhandeln oder sich einen anderen suchen. Empfehlenswert ist es deshalb, sich schon vor der Abfahrt nach dem ungefähren Fahrpreis zu erkundigen und diesen auch schon vor der Abfahrt zu verhandeln.

Rikscha
Weit verbreitet und in grosser Anzahl sind die Motor-Rikschas (three wheeler). Sie sind günstiger als die Taxis und besonders für kleinere Entfernungen im innerstädtischen Verkehr als Alternative zu den meist überfüllten öffentlichen Bussen geeignet. Leider sind sie ziemlich laut, denn sie haben einen Zweitakt-Motor und tragen wesentlich zur Luftverschmutzung in den Städten bei.
In einigen Städten findet man auch noch die Fahrrad-Rikschas. In einigen einigen Innenstädten sind sie nicht mehr zugelassen. Sie eignen sich jedoch nur für kurze Strecken.

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Verkehr

Auf Indiens Straßen herrscht vor allem in den Städten und zu den Hauptverkehrszeiten ein großes Chaos. Fahrräder, Motorräder, Ochsenkarren, Autos und LKW's, alle wollen sie so schnell wie möglich an ihr Ziel gelangen und dabei scheint jedwede Ordnung und Verkehrsregel aufgehoben zu sein.
Es gilt die Regel, daß der Schwächere grundsätzlich dem Stärkeren weicht und man seine Hupe eigentlich in jeder Situation einsetzen sollte.
Die Straßen sind vor allem während der Hauptverkehrszeiten völlig überfüllt und oft kommt man dann nur im Schrittempo voran.
Dies liegt vor allem daran, daß das Straßennetz kaum erweitert wird, immer mehr Menschen vom Land in die Städte drängen, jeder sich irgendwie fortbewegen muss und sich auch immer mehr Menschen ein Auto leisten können.
Die unzähligen "Flyovers", die man in den letzten Jahren gebaut hat, ermöglichen leider nur eine geringe Verbesserung dieser Situation, stellen aber keine wirkliche Lösung des Problems dar. Dazu kommt, daß auch die öffentlichen Verkehrsmittel wie Busse und S-Bahnen während der Hauptverkehrszeiten maßlos überfüllt sind.
Als Fußgänger ist man in Indien das schwächste Glied auf der Straße und sollte es deshalb nicht auf einen Kräftevergleich ankommen lassen sondern sich auch hier eher in Geduld üben und das Geschick für das Überqueren einer Straße entwickeln.
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Versicherungen

Für Ihren Auslandsaufenthalt sollten sie sich unbedingt gegen mögliche auftretende Risiken absichern. Dazu gehören:
  • eine Auslandskrankenversicherung,
    • mit Reiserückholversicherung
  • eine Haftpflichtversicherung,
  • sowie eine Unfallversicherung.
Tip: Einen Versicherungsvergleich füer Auslandskrankenversicherungen finden Sie im Internet unter: www.indienerlebnis.de.
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Visum

Allgemein
Für die Beantragung des Visums wenden Sie sich bitte direkt an das indische Konsulat welches für ihren Wohnort zuständig ist.
  • Indisches Generalkonsulat in München (für Bayern, Baden Württemberg)
  • Indische Botschaft in Berlin (für Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen)
  • Indisches Generalkonsulat in Hamburg (für Hamburg, Bremen, Niedersachsen)
  • Indisches Generalkonsulat in Frankfurt (für Hessen, Nordrhein- Westfalen, Rheinland- Pfalz, Saarland)
Die Kontaktinformationen sowie weitere Informationen finden Sie über die Website der Indischen Botschaft in Berlin.
Sie beantragen ein sogenanntes Einreisevisum, welches für sonstige Zwecke und für die Dauer des Praktikums ausgestellt wird. Bei unbezahlten Internships könnten sie möglicherweise auch ein Studentenvisum beantragen. Da die Mitarbeiter der indischen Botschaft und Generalkonsulate für diesen für Indien noch recht ungewöhnlichen Einreisezweck keine uns ersichtliche einheitliche Vorgehensweise haben, empfehlen wir Ihnen, sich in jedem Fall vorab bei der Botschaft bzw. dem entsprechenden Generalkonsulat telefonisch nach der Art des Visums und den damit verbundenen Einreichdokumenten zu erkundigen.

Benötigte Dokumente

  • Reisepass im Original, mit einer Gültigkeit von mindestens noch 6 Monaten
  • Visaantragsformular (kann man sich von der website herunterladen) mit Angaben zu Aufenthaltsdauer und Zweck des Besuches
  • Zwei Passbilder (in Farbe)
  • Visagebühren
  • Frankierter Rückumschlag bei Beantragung auf dem Postweg
  • Evtl. unterstützende Dokumente
    • Einladungsschreiben des Praktikumsbetriebs
    • Bestätigung über die finanzielle Absicherung
  • Kopie des Studentenausweises
Beantragung des Visums
Der Antrag auf Ausstellung eines Visums sollte entweder persönlich bei der Botschaft bzw. dem zuständigen Konsulat eingereicht oder auf dem Postweg zugeschickt werden. Den per Post zugeschickten Visaanträgen muss ein selbstadressierter Umschlag beigefügt werden, der mit dem Gegenwert von 4 Euro frankiert sein sollte.

Dauer der Ausstellung
Wenn Sie das Visum persönlich bei der konsularischen Vertretungen von Montag bis Freitag zwischen 09.30 Uhr und 12.30 Uhr beantragen, erhalten Sie das Visum am Nachmittag desselben Tages. In sehr dringenden Fällen kann das Visum auch sofort ausgestellt werden nach Befürwortung des zuständigen Mitarbeiters und der Zahlung einer zusätzlichen Gebühr von sechs Euro für die sofortige Bearbeitung des Antrags.
Wird das Visum auf dem Postweg beantragt, so muss in der Regel mit 2-3 Wochen Bearbeitungszeit je nach Konsulat bei dem sie das Visum beantragen gerechnet werden, vorausgesetzt der Antrag und die Gebühr zur Ausstellung des Visums werden nicht beanstandet.

Gültigkeit des Visums
Ein Visum ist gültig ab dem Datum der Ausstellung bis zum Ablauf des auf dem Visum angegebenen Zeitraums.

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Währung & Geld

1 Indische Rupie (INR) = 100 Paise. Banknoten gibt es im Wert von 100, 50, 20, 10, 5, 2 und 1 Rupie. Münzen in den Nennbeträgen 50, 25, 20, 10, und 5 Paise sowie 2 und 1 Rupie. Derzeit erhält man für 1,- € = 52,81 Indische Rupien (Stand 30.09.05).
Um in Indien an sein Geld zu kommen helfen neben Kreditkarten und Travelerschecks auch die bei uns gängige Bankkarte (Debitcard). Diese funktioniert über das Maestro-Zahlungsverbundsystem an einigen ausgewählten Geldautomaten und ermöglicht das Abheben von dem heimischen Konto. Die Karte sollte allerdings auf jeden Fall das Maestro- oder Cirrus- Symbol tragen. Geeignete Geldautomaten finden sie u.a. bei der Citibank, der HDFC Bank, der HSCB Bank der UTI Bank oder auch der ICICI Bank, die alle über ein weit ausgebildetes Filialnetz verfügen.
Alternativ kann man sich auch im Internet vorab erkundigen unter: www.mastercard.com/in/ ( ATM Locator). Erfahrungsgemäss kann man Beträge bis zu 15.000 INR pro Transaktion erhalten.
Bitte erkundigen Sie sich vor Ihrer Abreise bei Ihrer Bank über die Höhe der damit verbundenen Gebühren.
Wer ein Konto bei der Citybank hat oder eröffnet, kann mit seiner Bankkarte auch in Indien ganz normal auf das Konto zugreifen, den Kontostand überprüfen und Geld ohne zusätzliche Gebühren abheben. Die Citibank vefügt in zahlreichen Grossstädten über zahlreiche Filialen. Im Internet findet man die Filialen unter: www.mapsofindia.com/citibank/atm/index.html.
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