In Chennai herrscht tropisches heißes und feuchtes Klima, dass nur durch gelegentliche Meeresbriesen erträglicher wird. In den Sommermonaten zwischen März und Juni können die Temperaturen auf bis zu 45° ansteigen. Der Nordost-Monsun beeinflusst das Klima zwischen Juli- August und vor allem von September- November stark. Im Jahresdurchschnitt liegen die relative Luftfeuchtigkeit bei 70 % und die mittlere Wassertemperatur bei 28 °C.
Chennai ist ein weiteres wichtiges Industrie- und Handelszentrum Südindiens und vor allem für seine Automobilproduktion und Autozulieferindustrie bekannt. In Chennai befinden sich ca. 40% der indischen Automobilproduktion und fast 90% der indischen Automobil- Zulieferindustrie. Zu den großen Firmen, die sich hier angesiedelt haben gehören u.a. Hyundai, Ford Motor Company, Ashok Leyland, TVS, Honda und MRF. Desweiteren befinden sich hier Leder-, Textil- und Chemieindustrie, einschließlich Erdölverarbeitung.
Vor allem in den letzten Jahren gelang es auch Chennai sich als ein Zentrum für die Softwareentwicklung zu etablieren. So sind auch in Chennai vor allem an den Stadträndern neue Technologieparks entstanden, in denen sich zahlreiche IT- Unternehmen ansiedelten.
Chennai ist neben Hyderabad das Bollywood des Südens und produziert bis zu 100 Filme im Jahr. Hier werden im Gegensatz zu Bollywood (Filem in Hindi) vor allem Filme in Tamil produziert.
Chennai hat sich auch einen Namen als Bildungsstandort gemacht und verfügt über zahlreiche Universitäten und Colleges. Dazu gehören u.a. die University of Madras, die Anna University, das Indian Institute of Technology, Madras und das Loyola College.
Chennai ist nicht unbedingt eine schöne Stadt verfügt aber über ein reiches Kulturerbe. Man sollte sich unbedingt einige der schönen Tempelanlagen wie z.B. die in Mylapore anschauen. Freunde des traditionellen Tanzes Bharatanatiam und auch der klassisch indischen Musik kommen hier auf ihre Kosten.
Auch in Chennai sind in den letzten Jahren mehrere große Einkaufszentren entstanden, die der gewachsenen Kaufkraft und Kauflust Rechnung tragen. Zu den größten gehört der "Spencer Plaza" der sich auf der Anna Salai befindet. Multiplex-Kinos eine Vielzahl an Restaurants sowie einige Pubs und Bars ermöglichen auch in Chennai abwechslungsreiche Abende. Das Nachtleben ist allerdings nicht mit dem in Bangalore zu vergleichen. Insgesamt ist Chennai vor allem im Vergleich mit den Großstädten Bangalore und Mumbai immer noch eine konservative Stadt in der noch viele alte Traditionen gelebt werden. In Bezug auf die Großstädte findet man hier noch am ehesten, was sich die meisten Europäer unter Indien vorstellen.
Leider kann auch in Chennai die städtische Infrastruktur nicht mit der schnellen wirtschaftlichen Entwicklung und dem Bevölkerungswachstum mithalten und deren Überlastung gehört neben der Armut eines Großteils der Bevölkerung und der Umweltverschmutzung zu den großen Problemen der Stadt. Dazu gehört neben kurzzeitigen Stromausfällen auch der Wassermangel vor allem in den Sommermonaten.
Zu empfehlenswerten Ausflugszielen zählen:
- Mahabalipuram (liegt direkt am Meer und gilt als Wiege der drawidischen Tempelbaukunst Südindiens)
- Krokodilbank (Krokodilbrut- und Forschungszentrum)
- Cholamandal Artist's Village (Siedlung von Künstlern, die hier gemeinsam leben und arbeiten und auch ihre Kunst demonstrieren)
- Dakshinachitra (ein sehr schönes Freilichtmuseum, dass einen tiefen Einblick in die Lebenskunst und Traditionen der 4 südindischen Bundesländer gewährt)
- Kanchipuram (eine der sieben heiligen Städte Südindiens mit eindrucksvollen Tempelanlagen, berühmt für seine Sariproduktion)
- Tiruvannamalai (alte Tempelstadt, hier befindet sich auch der berühmte Ashram von Sri Ramana Maharishi)
- Thanjavur (berühmt für seine historischen Tempel)
- Madurai (einst Hauptstadt der Pandavan-Könige und ein Zentrum von alter tamilischer Kultur und Wissens besonders sehenswert der riesige Tempelkomplex des Meenakshi Sundareswarar-Tempels)
- Pondicherry (ehemaliges Kolonialgebiet Frankreichs mit besonderem Charme, hier befindet sich der Sri Aurobindo-Ashram, das weltbekannte Zentrum des integralen Yoga)
- Auroville (Stadt des Zukunftsmenschen oder auch internationale Stadt genannt, wurde entwickelt und lebt nach den Ideen von Sri Aurobindo und Mira Alfassa ("The Mother"), gilt als eines der großen Bewusstseinsprojekte unserer Zeit)