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Kerala
Kerala, ein 590 km langer fruchtbarer Küstenstreifen ist der südwestlichste der 35 indischen Bundesstaaten. Er bietet hochgelegene, ausgedehnte Wald- und Naturschutzgebiete, einschließlich großer Naturschutzgebiete mit reichem Wildtierbestand, palmenbesäumte Kanäle im Küstenbereich, den Backwaters, und traumhaften Badestränden und Buchten. Knapp hundert Kilometer von der Küste entfernt erheben sich die Nilgiriberge und bilden eine natürliche Grenze zum Nachbarland Tamil Nadu. Dadurch erhält Kerala viel Regen in der Monsunzeit. In Kerala herrscht tropisches Klima. Die Temperaturen liegen das ganze Jahr über zwischen 25 und 33 Grad und schwanken wegen der Nähe zum Meer nur geringfügig. Am wärmsten ist es im April und Mai mit 28 bis 34 Grad.
Von Oktober bis November muss man mit Temperaturen zwischen 22 und 28 Grad Celsius rechnen. Die Hauptregenzeit dauert von Mai bis August während des Südwestmonsuns, jedoch kann auch der Nordostmonsun ergiebige Niederschläge von September bis Dezember bringen. Die restliche Zeit des Jahres ist es trocken.
Die Hauptsprache in Kerala ist Malayalam, das von mehr als 95 Prozent der Bevölkerung gesprochen wird. Weiterhin gibt es eine nennenswerte Minderheit von Sprechern des Tamil und im nördlichsten Distrikt Kasaragod wird von einer Minderheit auch Tulu gesprochen. Englisch ist als Fremdsprache weit verbreitet.
Die Bevölkerung Kerala umfasst etwa 32 Millionen. Das entspricht etwa vier Prozent der Bewohner ganz Indiens. Die Mehrheit der Bevölkerung sind Hindus. Daneben gibt es beträchtliche Minderheiten von Muslimen und Christen sowie weitere Religionsvertreter. Zu ihnen gehören auch die wenigen verbliebenen Kochi-Juden. Generell herrscht in Kerala religiöse Toleranz. Von allen Bundesstaaten Indiens weist Kerala mit ca. 90 Prozent die höchste Alphabetisierungsrate auf. Das Bildungs- und das Gesundheitssystem sind im Vergleich zu anderen Bundesstaaten gut ausgebaut. Keralas Pro-Kopf-Einkommen liegt zwar nur leicht über dem indischen Durchschnitt trotzdem findet man hier kaum die drastischen Fälle von Armut wie in anderen Teilen Indiens. Auch die durchschnittliche Lebenserwartung liegt deutlich über dem indischen Durchschnitt.
Das Rückgrat der Wirtschaft in Kerala sind nach wie vor die Landwirtschaft und der Fischfang. Hauptanbauprodukte sind Kokosnüsse (Kerala heißt übersetzt "Kokosnussland"), Reis, Kautschuk, Betelnüsse, Cashewnüsse, Tee, Kaffee und diverse Gewürze (u.a.. Nelken, Kardamom, Vanille und Pfeffer). Die meisten dieser Erzeugnisse werden exportiert oder industriell verarbeitet. Die Industrie ist vergleichsweise schwächer ausgeprägt als in vielen anderen Landesteilen - nicht zuletzt wegen der äußerst starken Gewerkschaften - und beschränkt sich im Wesentlichen auf die Weiterverarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Auch beim industriellen Wachstum hinkt Kerala anderen Bundesstaaten hinterher. Nur langsam entwickelt sich die IT-Industrie, vor allem in den Regionen Ernakulam und Trivandrum. Hohe wirtschaftliche Wachstumsraten erzielt dagegen der Dienstleistungssektor. Vor allem der Tourismus gewinnt an Bedeutung.
Auf Grund der nur schwach ausgeprägten Industrie weist Kerala allerdings eine der höchsten Arbeitslosenraten Indiens auf, daher sind viele gut ausgebildete Keralesen, die in der Heimat vergeblich nach Arbeit suchen, im Ausland angestellt, insbesondere in den Golfstaaten. Die Überweisungen der Auslandskeralesen an ihre Familien tragen nicht unerheblich zum relativ hohen Lebensstandard in Kerala bei.
Das Straßennetz Keralas ist in Folge der hohen Bevölkerungsdichte wesentlich engmaschiger als in anderen indischen Bundesstaaten. Wie überall in Indien spielt die Eisenbahn eine wichtige Rolle. Die zwei Hauptlinien Keralas verbinden alle wichtigen Städte miteinander. In Kerala existieren drei Flughäfen, davon zwei internationale, der Thiruvananthapuram International Airport und der Cochin International Airport in Kochi sowie einen Inlandsflughafen in Callicut (Kozhikode). Von großer Bedeutung als Transportwege sind auch die weitverzweigten Wasserstraßen der Backwaters. Neben einem größeren Hafen in Kochi gibt es mehrere kleinere Seehäfen an der Küste Keralas.

Zu empfehlenswerten Ausflugszielen zählen:

  • der Strand von Kovalam
  • die Backwaters (Bootsfahrten von Kollam, Alappuzha und Kottayam)
  • Periyar (Tierschutzgebiet, Nationalpark und Tigerreservat)
  • das Gebiet um Munnar (ausgedehnte Teeplantagen)
  • Kochi (alte Hafen- und Handelsstadt)

Zu den Praktikumsorten die wir in Kerala vermitteln gehören:

  • Thiruvananthapuram (alter Name:Trivandrum), die Landeshauptstadt Keralas
  • Kochi (alter Name: Cochin), zweitgrößte Stadt Keralas und alte Handelsniederlassung der Portugiesen
  • Callicut (alter Name Kozhikode), umgeben von grüner Landschaft, Stränden, Bergen, Naturreservaten und historischen Sehenswürdigkeiten,
  • Palakkat District
  • der Küstenstreifen südlich von Trivandrum