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Unsere Praktikanten: ausführlicher Erfahrungsbericht |
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Praktikum Wirtschaftsinformatik in einem indischen IT Unternehmen
Für mein erstes Praxissemester (Studiengang Wirtschaftsinformatik) begab ich mich auf die Suche nach einem Praktikumsplatz in Asien, um mal eine ganz andere Kultur kennen lernen zu können. Bei meiner Suche stieß ich nach einiger Zeit auf Internshipindia und fand mich wenig später bei einem 18-wöchiges Praktikum in Trivandrum im Bundesstaat Kerala in Indien wieder.
Im November 2005 begann ich dann meine Arbeit in der Marketing-Abteilung einer IT-Firma mit 250 Mitarbeitern im sog. Technopark Trivandrum. Dort wurde ich sofort herzlich empfangen und in die Aufgaben des Marketingbüros integriert. Meine Tätigkeiten umfassten während meines Praktikums zum einen die Kundengewinnung auf dem deutschen Markt (für ein Produkt der Firma und für mögliche Offshore-Aufträge) per E-Mail und Telefon, andererseits auch des Öfteren Übersetzungsarbeiten von Entwicklungsaufträgen deutscher Firmen sowie sprachliche Unterstützung bei deren Umsetzung. Dabei bekam ich einerseits einen sehr guten Einblick in die generellen Arbeitsabläufe einer IT-Firma (insbesondere natürlich im Bereich Marketing) und konnte andererseits meine Fremdsprachenkenntnisse sowie auch meine Java-Kenntnisse erweitern. Dank der Hilfe meiner Kollegen und der generellen sehr freundlichen und aufgeschlossen Keralesen habe ich mich auch neben der Arbeit sehr schnell in Trivandrum eingelebt, wobei am Anfang ein kleiner Kulturschock kaum zu vermeiden war. Besonders beeindruckend waren dabei die gewaltigen Gegensätze des Landes. Auf der staubigen Straße ist eine alte Frau mit einer Ladung Fischen, die sie auf dem Kopf trägt, zum lokalen Markt unterwegs, direkt daneben der moderne Technopark mit hochmodernen Computern, Klimaanlagen und eigener Stromversorgung. Den Kulturschock hatte ich allerdings schnell überwunden und konnte mich dann mit jedem Tag mehr und mehr an Kerala erfreuen. Viele Wochenendausflüge mit den Freunden von der Arbeit folgten, mit der Rikscha oder dem Ambassador (eine Art Taxi auf indisch) ging es an den Strand, in den Dschungel, nach Kaniakumari (die Südspitze Indiens) oder einfach nur ins Kino, ins Restaurant oder zum Shopping. Letzteren Dingen kann man in Trivandrum ohne Reue nachgehen, denn hier macht auch das Geld ausgeben eine Menge Spaß. Der Kinobesuch kostet umgerechnet 60 Cent, der Restaurantbesuch selten mehr als 2 bis 2,5 Euro pro Person und die Rikschafahrt 16 Cent pro Kilometer. Allerdings ist bei vielen Händlern, besonders aber bei Rikschafahrern Vorsicht geboten: Diese sind sehr oft der Annahme, dass man als Ausländer über mehr Geld verfügt und versuchen fast immer etwas mehr rauszuschlagen. Tipp: Entweder jemand ortsansäßigen mitnehmen oder aber den Eindruck erwecken, als kenne man sich relativ gut in der Stadt aus und immer das Rickscha-Meter anstellen lassen. Dann höchstens zwei bis drei Rupien mehr, als auf dem Meter steht, bezahlen. Solche Dinge konnten meinen Aufenthalt in Kerala aber kaum schmählern, im Gegenteil, die gehörten eben einfach dazu. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Arbeit und der Organisation von Internshipindia und alles in allem denke ich, dass sich meine Erwartungen an das Praktikum eher noch übertroffen als erfüllt haben. Auf jeden Fall hatte ich eine unvergessliche Zeit in Indien und kann somit jedem Internshipindia nur weiterempfehlen und wünsche allen zukünftigen Interns viel Spaß in Indien. |